
Jungenarbeit ist ein Analyse- und Qualitätssicherungsinstrument, das sich als Teil geschlechterpädagogischer Arbeit versteht und die Fachpraxis für einen geschlechtsbezogenen Blick auf Jungen sensibilisiert.
Jungenarbeit ist idealerweise einbettet in ein differenziertes Angebots- und Zugangsspektrum, das verschiedene geschlechtsgemischte und -homogene Settings beinhaltet und aufeinander bezieht.
Jungenarbeit als Querschnittsaufgabe in diesem Sinne bedarf einer strukturellen und konzeptionellen Verankerung, pädagogischen Handwerkszeugs z.B. in Form von erprobten gelingenden Zugängen und Methoden und reflektierter Fachmänner, die sich langfristig engagieren, Lust und Freude entwickeln sich mit dem Thema Jungen und Geschlechterbeziehung auseinanderzusetzen und sich auf die hierfür notwendigen Prozesse einlassen. Ebenso gefragt sind Frauen, die für die Belange von Jungen sensibilisiert sind und sie im pädagogischen Alltag geschlechtsbewusst begleiten.
Die Fachstelle Jungenarbeit NRW bietet Trägern, Fachkräften und Arbeitskreisen Beratung über strukturelle, konzeptionelle, prozessorientierte und qualitätssichernde Aspekte von Jungenarbeit sowie Hilfe und Unterstützung z.B. bei der Neugründung oder Wiederbelebung eines Arbeitskreises, ersten Umsetzungsschritten bei Projekten, bei aufkommenden Fragen und Schwierigkeiten.
Gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft Mädchenarbeit NRW unterstützt, begleitet und berät die Fachstelle Jungenarbeit NRW Kennenlern- und Kooperationsprozesse der Arbeitskreise zur geschlechtsbezogenen Mädchen- und Jungenarbeit vor Ort.
Darüber hinaus vermittelt sie Supervisoren zur langfristigen Begleitung und Unterstützung organisatorischer und personaler Prozesse, die langjährige Erfahrungen im Feld der Kinder- und Jugendhilfe und insbesondere in der geschlechtsbezogenen Arbeit mit Jungen haben.
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