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Wege in den Beruf

Am 20. September 2007 fand die Tagung „Zwischen Ressourcenorientierung und Ausgrenzungserfahrung. Wie unterschiedlich Jungen mit Zuwanderungsgeschichte ihren Weg in den Beruf finden“ statt, die von der LAG Jungenarbeit in NRW in Kooperation mit dem Paritätischen Jungendwerk NRW durchgeführt wurde.

Vorbereitend wurde ein Fachbeirat eingerichtet, in dem Träger und Institutionen vertreten waren, die im Bereich der beruflichen Orientierungen und Problematiken von Jungen und männlichen Jugendlichen insbesondere mit Zuwanderungsgeschichte arbeiten. Am Fachbeirat beteiligt waren

das Bundesprojekt „Neue Wege für Jungs
das Paritätische Jugendwerk NRW
das Respektbüro und die Jugendberufshilfe der Stadt Dortmund.
der Landschaftsverband Rheinland – Landesjugendamt
der Landschaftsverband Westfalen-Lippe – Landesjugendamt
die Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Migrantenvertretungen
die Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit NRW
die Landesarbeitsgemeinschaft katholische Jugendsozialarbeit NRW
die Regionalen Arbeitsstellen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwanderungsfamilien

Ziel der Tagung war es eine differenzierte und kompetenz- bzw. ressourcenorientierte Wahrnehmung der beruflichen Integration von Jungen aus Zuwanderungsfamilien vorzunehmen. Es sollten Handlungsbedarfe und –ansätze geschlechtsbezogener Angebote zur beruflichen Integration von Jungen aus Zuwanderungsfamilien bestimmt und gelingende kultur- und geschlechtssensible Praxisbeispiele und Netzwerke präsentiert werden.

Als Handlungsbedarfe und –ansätze für Praxisprojekte konnten bestimmt werden:

Mangelhafte Kenntnisse beruflicher Ausbildungsmöglichkeiten seitens der Jungen und gleichzeitig eine nicht transparente / einheitliche Angebotsstruktur zur Berufsvorbereitung;
unzureichende berufsrelevante Hard und Soft Skills;
traditionelle Geschlechterklischees mit entsprechendem Rollenverhalten;
gewaltorientiertes Konfliktverhalten und eine geringe Motivation der Jungen sich ausreichend in Bildungs- und Ausbildungsprozesse zu engagieren und sich in die entsprechenden Einrichtungen zu integrieren.

Die Dokumentation der Beiträge ist über diesen Link erreichbar.

Die Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit NRW bietet Trägern der Jugendsozialarbeit mit Blick auf die beschriebene Bedarfslage ein Qualifizierungs- und Beratungsangebot, dass Möglichkeiten

zur Entwicklung und Förderung einer realistischen Berufsorientierung von Jungen und männlichen Jugendlichen insbesondere aus Zuwanderungsfamilien,
zur Entwicklung und Förderung ihres entsprechenden Sozialverhaltens, ihrer Motivationen und Werteorientierungen und
die damit zusammenhängenden Aufgaben und Kooperationsmöglichkeiten aufzeigt.

Dieses Angebot orientiert sich an folgenden Leitgedanken und Fragen:

1. Die berufliche Integration ist ein zentraler Aspekt des Statuswechsels vom Jungen zum Mann.
Wie erarbeite ich gemeinsam mit Jungen Perspektiven im Umgang mit Barrieren beim Statuswechsel?
2. Konzepte zur beruflichen Integration von Jungen müssen ergänzend zur beruflichen Bildung auch
Aspekte schulischer Bildung und familialer, informeller Bildung integrieren. Wie kann dieses im Rahmen eines Trägers der Jugendsozialarbeit Berücksichtigung finden?
3 Jungen aus Zuwanderungsfamilien sind im besonderen Maß von beruflichen
Integrationsproblematiken betroffen, gleichzeitig wird Interkulturalität an verschiedenen Stellen als mögliche Ressource von Jungen mit Zuwanderungsgeschichte und Chance benannt. Wie kann diese gefördert und konzeptionell eingebunden werden, so dass kulturelle und interkulturelle Kompetenz entwickelt oder erhalten wird?

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die Fachstelle.



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